Nähen auf Papier im Frühling

Österlicher Miniquilt

Bereits vor Ostern habe ich meine ersten Workshops in der „Foundation Papier Piecing“ Technik gehalten und auch selbst ein frühlingshaftes Werk genäht. Mit Verspätung heute mein Bericht dazu.

Die Workshops und mein Nähen haben sich eigentlich schon vor Ostern abgespielt… Durch die vergangenen Wochen mit Fieber, Husten und Matschbirne komme ich aber erst heute dazu, Euch die feinen Ergebnisse zu zeigen.

Workshops: Offline und Online

Als Birgit vom „Stoffland Graz“ Anfang des Jahres auf Facebook dazu einlud, Näh- und andere Kreativ-Workshops im Hinterstübchen ihres Stoffladens zu geben, waren sie plötzlich da: Die Idee und die Lust, ich könnte doch mal was mit Foundation Paper Piecing (Nähen auf Papier) machen. In den vergangenen 30 Jahren habe ich schon alles Mögliche unterrichtet (von Tanzpädagogik bis qualitative Forschungsmethoden), und bei uns in Graz gibt es definitiv einen Mangel an Patchwork-Workshops. Die Termine und Themen waren rasch vereinbart.

Den ersten Offline-Workshop konnte ich gerade noch halten, bevor der Stoffladen Corona-bedingt für mehrere Wochen schließen musste. Dabei haben wir Schlüsselbänder mit einem kleinen „flying geese“ (fliegende Gänse) Motiv nach der kostenpflichtigen Anleitung von Michael Ann Made genäht.

Die kleinen Dreiecke werden „tiny geese“ genannt. Daraus werde entzückende Schlüsselanhänger.

Da wir die weiteren Offline-Workshops absagen mussten, habe ich einen Termin kurzfristig in einen Coronakrisen-Online-Workshop umgewandelt. Das war dann extrem nett, weil Frauen aus ganz Österreich teilnehmen konnten. Zwei Mal Graz, zwei Mal Wien, und ein Mal Innsbruck!

Die Tulpen-Ergebnisse vom Zoom Online-Workshop

Alle vier Teilnehmerinnen hatten vorher schon genäht, aber noch keine Erfahrung mit Foundation Paper Piecing gehabt. In drei Stunden Workshop haben wir das kostenlose Tulpenmuster von Regina Grewe genäht. Am Ende sind tatsächlich alle Teilnehmerinnen mit ihrer Tulpe fertig geworden! Und haben so großen Gefallen daran gefunden, dass sie anschließend gleich weitergemacht haben: Zwei Teilnehmerinnen haben die Tulpe zu einem Miniquilt erweitert, und eine hat einen Namen nach eigenem Entwurf genäht.

Das hat richtig Freude gemacht! Vielleicht biete ich noch einmal einen Online-Workshop an. (Derzeit bin ich mit Gesundwerden und Wieder-in-die-Arbeit-Hineinfinden beschäftigt.)

Österlicher Miniquilt

Außerhalb der Workshops habe ich mir das Musterpaket „Frühlingserwachen“ von Regina Grewe gegönnt und endlich einen österlichen Miniquilt für unsere Wohnungstür genäht. Schon vor mehreren Jahren (im Dezember 2016!) habe ich im Rahmen des Monats-Motto-Tausches eine wunderhübsche Winterlandschaft geschenkt bekommen, die immer von Anfang Dezember bis Ende Januar an unserer Wohnungstür hängt. Seitdem wünsche ich mir Miniquilts auch für die anderen Jahreszeiten, und jetzt endlich habe ich mit dem Nähen begonnen!

Miniquilts für Weihnachten und Ostern. Fortsetzung folgt!

Der österliche Miniquilt schützt jetzt zur Osterzeit unsere Lieblings-Ostereier davor, an die Wohnungstür zu bumpern und dabei kaputt zu gehen.

Und weiter? Das „Blumenjahr“, die „Gartenvögel“ und die „Herbstbilder“ warten schon auf meiner Festplatte darauf, zu weiteren Miniquilts verarbeitet zu werden.

Fortsetzung folgt also. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr. 😁

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16 Kommentare

  1. Liebe Gabi,
    wie schön das es wieder Bergauf geht! Der Onlineworkshop sieht nach sehr viel Spaß aus! So tolle Ergebnisse!
    GLG nach Graz
    Christiane

    • Dankeschön! Ja, ich freu mich auch sehr. So lange krank sein finde ich mühsam, da werde ich ungeduldig. Bin viel zu gern aktiv! Liebe Grüße, Gabi

  2. Liebe Gabi,
    gut, dass Du so schnell auf online umstellen konntest – und wer weiß, was sich noch draus entwickelt. Die jahreszeitlichen Motive sehen schön aus, da freue ich mich schon drauf, die zu sehen,nachdem das Ostermotiv schon so fröhlich ist.
    Pass weiter gut auf Dich auf. kurier Dich aus,
    liebe Grüße
    Ines

    • Danke, Liebe Ines, ich lasse es langsam angehen. Das Projekt „Jahreszeitenminiquilt“ wartet schon so lange, aber jetzt ist die Zeit dafür! Liebe Grüße, Gabi

  3. Liebe Gabi, mit den Masken sagst Du was… ich schicke auch (fast) alle zum hiesigen Nähladen, der kämpft ums weitermachen und braucht die Kundschaft. Ich bin froh, dass es Dir wieder besser geht, was für ein Kampf gegen dieses Virus!
    Dein WWW-Workshop ist eine großartige Idee und die Ergebnisse Deiner Teilnehmerinnen überzeugen total! Aus Erfahrung weiß ich, dass es am Besten klappt wenn frau direkt zuschauen kann und die Tricks und Kniffe gezeigt bekommt…. Toll gemacht!!!
    Ganz liebe Grüße an Dich und alle Liebe für Dich und die Deinen
    Katrin

    • Liebe Katrin, du hast so recht: Am besten ist es, wenn man bei einem Nähworkshop direkt zuschauen kann, über die Schulter linsen und auch bei den anderen Teilnehmerinnen zusehen. Über Zoom geht das zwar, aber es ist ungleich anstrengender. Zudem hat beim ersten (noch Offline-)Workshop die Nähmaschine einer Teilnehmerin herumgezickt (Stiche ausgelassen, ständig Schlaufen), sodass ich erstmal die Nähmaschine eine Viertelstunde lang gereinigt, Ober- Unterfadenspannung eingestellt und richtig eingefädelt habe. Sowas kannst du bei einem Online-Workshop natürlich komplett vergessen. Ach, ich FREU mich auf das nächste Nähtreffen in real! Liebe Grüße, Gabi

  4. Der ist toll geworden! Wenn nach dem Masken nähen noch Baumwolle übrig bleibt, werd ich wohl auch wieder mal kleine feine Deko-Sachen nähen 😉 Wünsch dir noch gute Besserung!
    LG Karin

    • Ich hab gar nicht erst angefangen mit dem Maskennähen. Einerseits aus Krankheitsgründen, aber andererseits weil ich finde: Wer eine Maske braucht, soll sie bitte bei einer gewerblichen Näherin kaufen, die gerade einen Gutteil ihres Einkommens daraus bestreitet. Dann haben wenigstens diejenigen ein (kleines) Einkommen, die es gerade dringend brauchen können. Es wird eine Zeit nach dem Maskennähen kommen, ganz bestimmt. Liebe Grüße, Gabi

  5. Da sind schöne Ergebnisse zusammen gekommen, und deine Teilnehmerinnen waren wahrscheinlich sehr glücklich, gleich so ein hübsches Ergebnis in Händen zu halten. Weiterhin gute Genesung! Liebe Grüße Christiane

    • Ich war mir nicht ganz sicher, ob das Motiv nicht zu komplex ist, für einen allerersten Versuch mit Foundation Paper Piecing. Es hat aber wirklich gut geklappt! Ich hatte aber zusätzlich (das sieht man auf dem Gruppenbild nicht mehr) mein Handy auf einem Stativ über meinem Arbeitstisch montiert, sodass ich das Werkstück nicht immer in die Laptopkamera halten musste, sondern das Anlegen und Nähen und Falten recht gut am Tisch zeigen konnte. Das hat geholfen. Trotzdem war der Workshop via Zoom um Einiges anstrengender, als wenn wir alle am selben Tisch gesessen hätten. Aber eine gute Erfahrung. Liebe Grüße, Gabi

  6. Ha! Jetzt seh ich es ja noch mal in fertigem Zustand, so schön ist es geworden! Mir gefällt, dass Du noch mal einen zweifarbigen Rahmen drum rum gelegt hast.
    Und die Ostereier, Eure Lieblingsostereier, sind wirklich viel zu schön, als dass sie auch nur einen Sprung abbekommen sollten.
    Ich bin auf mehr gespannt!
    Ich bin echt froh, dass es Dir besser geht! (Wie geht es dem Rest der Familie?)
    Bei Verwandschaft hat auch er (über 70) sich angesteckt, beide haben dann in Unwissenheit (weil ganz am Anfang der Kriese) mit *grippalem Infekt* im Bett gelegen. Er hat Antikörper (später getestet), sie nicht. So eine verrückte Krankheit. So viel, was wir noch nicht wissen.
    Ganz liebe Grüsse
    Nina

    • Ja, das helle Olivgrün außenrum als Binding gibt dem Ganzen noch einmal einen guten Rahmen. Der Stoff ist mir im letzten Moment in die Finger gekommen, ich hatte ihn schon für ein anderes Projekt beiseite gelegt und ganz darauf vergessen.
      Bei mir geht’s bergauf, aber den Rest der Familie hat es nicht so erwischt wie mich. Schon komisch, oder? Dabei war ich jetzt auch nicht so völlig isoliert von den anderen, wir haben am selben Tisch gemeinsam gegessen etc. Neuere Studien sagen, dass Covid gar kein Grippevirus ist, sondern eigentlich die kleinsten Blutgefäße angreift: Im ganzen Körper, in allen Organen, nicht nur in der Lunge. Daher geht es auch all jenen besonders schlecht (Herzprobleme, Diabetiker,…) deren Gefäße schon angegriffen sind. Hm. Wir werden noch viel darüber lernen. Jetzt bin ich erst mal froh, dass wir in Ö die erste Welle glimpflich abgefedert haben. Liebe Grüße, Gabi

  7. Liebe Gabi!
    Schön das du wieder auf dem Weg der Besserung bist. Dein Oster-Miniquilt ist entzückend und die folgenden Projekte finde ich auch sehr süß. Bin schon auf deine Umsetzung gespannt.
    Mit dem Online-Workshop – das war eine echt gute Idee! Und wie du sagst kannst du alle erreichen – und weit entfernte erreichen dich – sehr praktisch. Es geht zwar nichts über einen richtigen NähWorkshop, aber wenn das gerade nicht geht, ist das eine sehr gute Alternative.
    Alles Liebe
    Karin

    • Ach ja, ich freue mich auch schon wieder auf einen richtigen Näh-Workshop! Oder zumindest den Neustart unseres Nähkränzchens hier in Graz, zirka ein Mal im Monat am Wochenende, das haben wir in den letzten Wochen natürlich auch ausgesetzt. Endlich wieder Leute treffen. Zumindest bei uns in Österreich rückt das jetzt ja in greifbare Nähe. Ich bin aber echt froh, dass sich ein Großteil der Bevölkerung bei uns so toll an die Vorgaben gehalten hat und es zu keiner größeren Corona-Katastrophe gekommen ist! Liebe Grüße, Gabi

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