Praktische Sommertaschen #1: kleine Kameratasche

Kameratasche TheJo

Es wird Sommer! Und egal, wo wir dieses Jahr unseren Urlaub verbringen: Taschen kann man immer brauchen. Zum Einstieg in meine Mini-Serie „praktische Sommertaschen“ zeige ich Euch heute meine feine kleine Kameratasche.

Schöne Fotos sind für Blogs extrem wichtig, das wissen wir. Und mit einer guten Kamera werden die Fotos gleich noch viel besser, das wissen wir auch. Meine aktuelle „gute Kamera“ ist eine Nikon D7100, die sich im gehobenen Hobbyfotografenbereich befindet. Es ist ein älteres Modell, ich habe sie gebraucht gekauft, und mit ihr habe ich einen für mich guten Kompromiss geschlossen: Es ist zwar eine Digitalkamera, hat aber noch keine Bluetooth Funktion, was eigentlich praktisch wäre, um die Bilder kabellos auf meinen Computer zu übertragen. Dafür kann ich mit dem Gehäuse meine alten, guten, mechanischen Objektive weiter verwenden – und habe dadurch viel Geld gespart.

Die meisten Bilder für den Blog (vor allem Arbeitsschritt-Bilder während des Werkelns) mache ich zwar inzwischen mit dem Handy, aber wenn ich mir Zeit für „Fotoshootings“ nehme (bei Nadelbriefchen, Kleidung,…) verwende ich meist die bessere Kamera. Und manchmal – vorwiegend im Urlaub – begebe ich mich mit der guten Kamera auf Fotosafari.

Große Kameratasche, kleine Kameratasche und Kameragurt im selben Design 🙂

Schon vor ewiger Zeit habe ich den Gurt meiner Kamera mit dünnem Schaumgummi und blau gepunktetem Stoff gepolstert, weil der originale schwarz-gelbe Nikon-Kameragurt am Hals schwitzig war und eingeschnitten hat. Mit demselben Stoff habe ich später meine (vor langer Zeit gekaufte) Kameratasche umrandet, in der alle Objektive und sämtliches Zubehör Platz finden. Aber die große Tasche mitschleppen ist nicht immer nötig. Eine kleinere Hülle, die das Kameragehäuse schützt, wenn ich die Kamera einfach über die Schulter hänge oder in eine Handtasche stecke, wäre praktisch.

Nach ein bisschen Recherche habe ich mich für die Kameratasche TheJo von „Lecker und Nähen“ entschieden, und so ein Glück: Ich hatte für das Futter der kleinen Tasche noch genau richtig viel von dem blauem Punkte-Stoff übrig!

Die Anleitung für TheJo/ TheJa beinhaltet zwei Schnittmuster – eines für Spiegelreflexkameras, eines für Kompaktkameras – und eine sehr ausführliche, gut verständliche, reich bebilderte Anleitung. Damit die Hülle auf meiner Kamera enger sitzt, habe ich zwei kleine Änderungen vorgenommen: Die „Nase“ oder den „Schnabel“ (der im Stoffbruch zugeschnitten wird) um 2,5 cm gekürzt, und mit ein bisschen mehr Nahtzugabe genäht. Jetzt sitzt die Tasche schön eng auf meiner Kamera. Ich bin sehr zufrieden!

Außen am Deckel ist eine kleinen Reissverschlusstasche vorgesehen, in der man Objektivdeckel, Ersatzbatterien oder zusätzliche Speicherkarten unterbringen kann. Mit einem kleinen Band und Cam Snap kann man die Hülle seitlich am Kameragurt fixieren, damit sie beim Fotografieren nicht verloren geht. Auch das ein praktisches Detail. Mein Blümchen-Logo habe ich aus Reflektorfolie geplottet und aufgebügelt. (Reflektorfolie hätte nicht sein müssen, aber es macht sich nett, finde ich.)

Für Kamerazubehör gibt es ziemlich viele Angebote im Netz! Hier ein paar Highlights aus meiner Recherche, vielleicht kannst Du das eine oder andere brauchen?

Ist da was für Dich dabei?

Das ist drin

  • Schnitt/ Anleitung: Kameratasche TheJo von Lecker und Nähen (selbst gekauft um € 4,50 über den Farbenmix-Shop)
  • Änderungen: auf die Maße meiner Kamera abgestimmt; etwas kürzer und enger genäht als vorgesehen.
  • Material: Die Stoffe habe ich allesamt geschenkt bekommen: Ein wasserabweisender Canvas in einem wunderschönen Dunkelblau von meiner Freundin Heike; blauer Punkte-Stoff aus dem Vorrat; Klett aus dem Vorrat; ein Rest Plotterfolie
  • Kosten: Alles aus dem Bestand; hat daher nicht extra gekostet.
  • Werkzeug: Nähmaschine, Plotter (optional)
  • Arbeitszeit: 3 1/4 Stunden, inklusive einem schnellen Probeteil für die Passform
  • Fazit: Passt genau. Wieder ein Teil genäht, das schon ewig auf meiner Wunschliste stand!

Hier findest Du alle Beiträge in der Reihe „Praktische Sommertaschen“:

  • #1: kleine Kameratasche (Tasche TheJo)
  • #2: Kino-Tasche (eigener Schnitt)
  • #3: riesige Badetasche (eigener Schnitt)
  • #4: Kulturbeutel/Waschtaschl (Carpet Bag)
  • #5: Hülle für ein Nagelset (eigener Schnitt)
  • #6: Laptophülle mit Flaggenalphabet (eigener Schnitt)

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18 Kommentare

  1. also, ich finde deine kamera konnte keine hübschere aufbewahrungsmöglichkeit finden… sie sieht toll aus, du machst mir lust!
    lg kathrin

  2. das ist wirklich ein hübsches Täschchen 😉
    allerdings benutze ich auch fast nur noch das Handy

    liebe Grüße

    Rosi

    • Auch für Handys kann man feine Hüllen nähen. Vielleicht etwas weniger aufwändig, aber sicherlich Hüllen. 😉 Liebe Grüße, Gabi

  3. Wie schön, liebe Gabi, dass Du diese schöne Tasche zeigst. Und ich habe so gehofft, dass Du die Arbeitszeit dazu schreibst – denn bei mir schlummert der Schnitt schon seit Jahren auf der Festplatte und ich hatte nie Mumm, die Tasche zu nähen.
    Liebe Grüße
    Ines

    • Liebe Ines, das verstehe ich nun gar nicht: Wie jemand wie Du, mit so viel Taschennäh-Erfahrung und immer so wunderbar schön genähten Taschen, „nicht den Mumm haben“ kannst diese Tasche zu nähen? Innentasche, Außentasche, Klappe, fertig. Es ist ganz wirklich gar nicht schwer, und dauert auch nicht länger als eine andere Tasche. Also nur Mut! Liebe Grüße, Gabi

  4. Guten Morgen liebe Gabi, ich Versuche es jetzt noch Mal.
    Ich mag die Tasche für die Kamera sehr, nicht nur, dass sie bunter und hübscher ist, sie ist auch praktischer, die Kamera kann viel einfacher verstaut werden. Wäre definitiv etwas für mich, aber Du weißt ja, wie das bei mir mit dem Nähen ist ☺ (aber wer weiss)
    Ganz liebe Grüße
    Nina

    • Liebe Nina, kommt Zeit, kommt vielleicht auch bei Dir einmal eine Kameratasche. 🙂 Und ich könnte mich mal für Deine Geschenke bedanken. Ich schreib Dir! Liebe Grüße, Gabi

      • Ja, die liebe Zeit…
        übrigens, kann ich Dir zwar über WordPress ein Sternchen geben, aber keine Kommentare. Dafür geh ich dann noch mal auf Deine Webseite, was ja eigentlich auch ganz fein für die Statistik ist 😉
        noch mal liebe Grüsse
        Nina

        • Ich hab echt keine Ahnung, was da los ist. Es haben einige kommentiert, und sich sonst niemand gemeldet, dass es nicht gehen würde. Hm. Werde das weiterhin beobachten. Liebe Grüße, Gabi

  5. Schön und praktisch. Deine Stoffwahl gefällt mir, passt sicher auch oft zur Garderobe.
    Übrigens habe ich auch 2 Nikon und diverse Objekte.
    LG Ute

    • Zur Garderobe passt die Stoffwahl nur bedingt; meine Kleidung tendiert in letzter Zeit zu grün, rot, braun. Aber um die „Farbklammer“ zu bedienen, habe ich andere Taschen. Ich habe die guten Objektive vor 25 Jahren für meine große Forschungsreise gekauft. Tolle Qualität, gestochen scharf. Leider fotografiere ich in letzter Zeit wenig, also bewusst Fotografieren, nicht „nur“ Dokumentation von Werkeleien. Alles hat seine Zeit, sag ich mir dann wieder. Liebe Grüße, Gabi

  6. Die ist aber sehr schick! Kein Vergleich zu den langweiligen schwarzen, die man so kaufen kann. Stelle ich mir ganz schön aufwändig vor, so eine gepolsterte kleine Tasche mit den vielen Details.
    Liebe Grüße Christiane

    • Mit knapp drei Stunden reine Arbeitszeit ist es gar kein so großer Aufwand, finde ich. Vor allem wenn man eine individuell aussehende und auch individuell passende Tasche bekommt. Liebe Grüße, Gabi

  7. Jetzt passt alles wunderbar zusammen. Nicht nur praktisch, sondern auch sehr hübsch!

    Herzliche Grüße aus St. Petersburg!

  8. Näh begeisterte

    Uups ein Error…. 🤔

    Liebe Gabi,
    mir gefällt deine neue Kameratasche richtig gut. 😍 Und abgestimmte Stoffe bei einem Set finde ich sowieso genial. 👍 Ich wollte auch eine neue, aber Systemkamera und dan kam C….. .

    Viele liebe Grüße deine
    nähbegeisterte Andrea 🍀

    • Ja, anscheinend hat WordPress gestern ein bisschen mit den Kommentaren herumgezickt und nicht alle gleich angenommen. Hm… Für eine neue Kamera muss einfach der Leidensdruck hoch genug werden. („Ich möchte gestochen scharfe Fotos haben!“) Eine gewisse Begeisterung fürs Medium Fotografie, plus die Bereitschaft doch ein Sümmchen zu investieren, sind auch von Vorteil. Vielleicht kommt die neue Kamera, wenn C. älter ist? Oder vielleicht ist genau jetzt der Zeitpunkt für eine neue Kamera, denn Kinderportraits, bei denen man mit der Schärfentiefe variieren kann, sind eigentlich unschlagbar. Liebe Grüße, Gabi

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