Mit der Ginger Jeans am MeMadeMittwoch

Juhu! Geschafft! Endlich kann ich wieder einmal mit einem Kleidungsstück beim MeMadeMittwoch dabei sein. Es war auch höchste Zeit für eine neue Hose: Meine vorherige und einzige Jeans hatte schon begonnen, sich aufzulösen.

Der Schnitt „Ginger Jeans“ von Closet Core Patterns ist ja inzwischen ein richtiger Klassiker, zumindest in der Nähcommunity, in der ich zumeist unterwegs bin. Seit dem ausführlich dokumentierten Sew-Along (2014) sind unzählige Gingers hier und dort und da entstanden. (Ein Sew-Along, oder „Näh-entlang“ ist – für alle, die den Begriff nicht kennen – eine gemeinsame Näh-Aktion einer bestimmten Sorte Kleidungsstück in einem definierten Zeitrahmen. Gibt’s auch in den Varianten „knit-along“ für Strickerinnen, „crochet-along“ für Häklerinnen und sogar als „weave-along“ für Weberinnen, worauf mich eine Kommentatorin hingewiesen hat!)

Bei mir hat das Schnittmuster schon lange auf der Festplatte geschlummert. Im Hype gekauft, war ich dann doch unsicher: Eine „skinny Jeans“ mag ich an mir eigentlich nicht mehr sehen. Für mich braucht’s ein gerades Bein – nicht knalleng unten! Und während ich früher (als ich noch schlanker war als heute) immer nur hüfthohe Hosen tragen mochte, schätze ich es inzwischen, wenn der Hosenbund „high rise“ ist, damit mein inzwischen gerundetes Bäuchlein nicht drüber rausquillt sondern bequem Platz hat und vielleicht sogar ein bisschen eingehalten wird.

Hoher Bund ohne und MIT Bluse drüber – super bequem und nicht auffällig
(wenn auch nicht gebügelt, weil schon den ganzen Tag getragen verzeiht…)

Das Schnittmuster der Ginger Jeans beinhaltet zwei Varianten: Einmal bauchhoch mit skinny Bein und einmal hüfthoch mit geradem Bein. Ich musste also die beiden Schnitte vereinen, um eine bauchhoch-mit-geradem-Bein-Hose herauszubekommen. Das bereitete zuerst ein bisschen Kopfzerbrechen, weil die beiden Schnittvarianten zunächst doch recht unterschiedlich aussehen, und zwar sowohl im Leib-Bereich als auch im Bein-Bereich. Ich habe dann einfach den Schnitt von der Variante high-rise-skinny-leg auf mein transparentes Schnittmusterpapier durchgepaust, auf den zweiten Schnittmusterbogen mit der Variante low-rise-straight-leg gelegt und um die Spitze im Schritt gedreht, bis die Linien zum Kürzen/Verlängern der beiden Varianten parallel lagen. Und dann das gerade Bein neben dem skinny Bein dazu gezeichnet. (Ist das klar? Kann man sich das vorstellen? Leider habe ich kein Bild davon gemacht.)

Das Zusammensetzen der vorderen Taschen wird in der Anleitung sehr gut erklärt – auch wenn die Taschenbeutel seichter sind als ich mir das wünschen würde.

Zum Glück hat meine Freundin Heike (die, bei der wir uns hier in Graz regelmäßig zum Nähkränzchen treffen, wenn wir uns denn wieder treffen dürfen) schon mehrere Gingers genäht, die ich bei ihr anprobieren durfte. Da mir ihre Hosen auf Anhieb gepasst haben wusste ich: Ich brauche Größe 14, und das sogar weitgehend ohne Anpassungen!

Diese Größe habe ich zugeschnitten und einfach runtergenäht. Die englische Anleitung ist super detailliert und anschaulich erklärt, finde ich. Ich mag diese Anleitungen immer sehr, bei denen man auf Zeichnungen ganz genau sieht, welche die linke bzw. die rechte Stoffseite ist, wo eine Vlies-Verstärkung hinkommt etc. Zusätzlich kann man sich bei den Beiträgen vom Sew-Along Hilfe bei kniffligen Stellen holen. Das einzig Nervige beim Jeans nähen ist meiner Meinung nach der ständige Wechsel zwischen Zusammennähen mit normalem Nähgarn und Absteppen mit dem dickeren Ziergarn, das heißt: Das ständige Umfädeln. Da wäre es ganz praktisch, zwischen zwei fertig eingefädelten Nähmaschinen wechseln zu können. Na gut. Kommt Zeit, kommt eine zweite Nähmaschine.

Die Hose von vorne (mit wunderhübscher Knopf-Kappe)
und von hinten (auf den Gesäßtaschen steht „l“ für links und „r“ für rechts 😀)

Aber fürs Absteppen habe ich mein inch-Nähfüßchen sehr zu schätzen gelernt: Die linke Seite des Füßchens ist 1/8 inch breit, die rechte 1/4 inch. Die erste Absteppung habe ich mit 1/8 inch Abstand vom Rand hin genäht, die zweite mit 1/4 inch Abstand von der ersten Naht retour. Das funktioniert wunderbar!

Beim doppelten Absteppen der Nähte habe ich mein inch-Füßchen zu schätzen gelernt.

Und die eine Rolle dickes Jeansgarn hat gerade mal so gereicht, auf den letzten Zentimetern…

Die letzte Naht am letzten Bein – und der Faden ist fast zu Ende

Im Endeffekt war mir die Größe 14 dann doch ein wenig zu breit um die Hüften. Aber die vorderen Tascheneingriffe sind zum Glück breit genug, sodass ich problemlos noch einmal zwei Zentimeter an der Seitennaht wegnehmen konnte, und trotzdem noch die Hände in die vorderen Hosentaschen reinbekomme! (Was bei der zuletzt genähten Hose Freemantle Pants leider nicht geht, weil die Tascheneingriffe schmäler dimensioniert sind, weshalb diese Hose immer noch auf ihre Verschmälerung wartet, damit ich sie tragen mag.) Auch wenn die Hosentaschen bei der Ginger leider zu seicht sind! Beim nächsten Exemplar werden meine vorderen Taschen definitiv tiefer!

Auch noch nie nachgedacht hatte ich darüber, wie die Größe und die Position der Gesäßtaschen die Poform wirken lassen

Wo die Gesäßtaschen sitzen, macht ganz schön viel aus!
Links die im Schnittmuster vorgesehene Position (zu tief), rechts meine angepasste Position.

Jedenfalls: Ich bin vollauf zufrieden und rundum glücklich mit meiner ersten selbst genähten Jeans! Es wird jedenfalls noch eine in „Blue“ folgen, sobald ich mich mit mir selber auf einen passenden Bio-Jeansstoff geeinigt habe.

Ginger Jeans mit Kleebluse und Strickjacke Myrtha, unter der gerade blühenden Zierkirsche in unserem Hof

Das ist drin

  • Schnitt/ Anleitung: Ginger Jeans von Closet Core Patterns, selbst gekauft um $ 16,- . Der Schnitt besteht aus 3 Bögen der Größe A0. Das Ausplotten im Uni Copyshop hat noch einmal € 15,- (3 x € 5,-) gekostet. Beim Schnittmusterhersteller gibt es ausführlich bebilderte Anleitungen im sew-along.
  • Änderungen: Ich habe die beiden Varianten verquickt zu einer high-rise-straight-leg Hose. Größe 14 zugeschnitten und genäht, im Endeffekt hätte aber wahrscheinlich auch Größe 12 oder vielleicht sogar 10 gereicht. Die Hosenbeine habe ich um meine üblichen 4 cm verlängert.
  • Material: alles selbst gekauft und bezahlt: beiger Jeansstoff mit ziemlich hohem Stretch-Anteil von Happy Home in Graz € 27,20; Prym Jeans-Knöpfe (Packung) € 6,80 und eine Rolle Jeans-Ziergarn (das eben so reichte) € 2,70 lokal gekauft beim Hirt; die Zier-Deckel für Jeansknöpfe waren ein Werbegeschenk von einem Näh-Event;
    Materialkosten gesamt: Rund 40,- Euro
  • Werkzeug: Nähmaschine, Overlock
  • Arbeitszeit: inklusive Schnitt-Verquickung: rund 12 Stunden
  • Fazit: Für meine immer noch relativ schlanke Figur passt diese Hose großartig! Es werden jedenfalls weitere folgen.
Ich bin eine Maßgeberin
Eine Initiative von Ulrike Ehm/Moritzwerk

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Me Made Mittwoch

38 Kommentare zu „Mit der Ginger Jeans am MeMadeMittwoch“

  1. Pingback: Ginger Jeans, Streifenshirt und Bubble Pocket Kleid - made with Blümchen

  2. Pingback: Nähfuß-Reportage Teil 1 - made with Blümchen

  3. Liebe Gabi,
    Deine Hose ist toll geworden. Ich bin ganz begeistert und hoffe, dass meine Nähkünste mich irgendwann auch an eine Hose denken lassen.
    Die Wirkung der Taschen ist beeindruckend. Da weiß man, weshalb man selber näht.

    LG Miriam

    1. Liebe Miriam, wenn Du geradeaus nähen kannst und Kurven nähen kannst, dann kannst Du auch eine Hose nähen. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft! Ich hoffe Du traust Dich, es ist ja nur Stoff. Liebe Grüße, Gabi

  4. Hi Gabi, danke wieder für diesen Beitrag! Und deine authentische Art… Ich habe mir auch grade einen schmalen Jenasschnitt (von Pattydoo) zurecht gelegt und werde mich erstmals an diese Hosenform versuchen. Deinen Bericht habe ich also mit Spannung und Freude gelesen. Grade bei den Gesäßtaschen werde ich also ausprobieren und aufpassen… 😉 Vielen Dank! Herzliche Grüße Sarah. (Eine Myrtha Jacke muss ich mir wohl auch noch stricken! :-))

    1. Liebe Sarah, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Probleme beim Hosennähen hast, so geübt wie Du bist! Bin gespannt auf Deine Jeans. Ich habe meine Myrtha gerade wieder aufgetrennt, weil sie mir von Anfang an zu eng war, und stricke sie aus derselben Wolle (aufgeribbelt, geglätten + ein Knäuel zusätzlich gekauft) noch einmal. Aber zwei Größen größer. 🙂 Ich mag das melierte Garn so gern. Liebe Grüße, Gabi

  5. Eine tolle Hose! Ich konnte mich dazu noch nicht aufraffen, da ich immer gut sitzende Jeans im Handel finde und mir der Aufwand zu groß ist. Aber immer wenn ich ein gelungenes Exemplar sehe, so wie bei dir, könnte ich doch noch schwach werden!
    LG Monika

    1. Liebe Monika, der Aufwand ist tatsächlich beträchtlich. Aber wenn ich mir überlege, dass diese Hose jetzt wieder drei Jahre lang halten wird, und dass sie GENAU meinen Wünschen entspricht (was bin ich auch immer so wählerisch…) relativiert sich der Aufwand. Und lohnt es sich für mich DEFINITIV, auch meine Hosen selbst zu nähen. Liebe Grüße, Gabi

  6. Deine Ginger ist wunderbar geworden und macht Lust, es auch mal mit diesem Schnitt zu versuchen (ich bin auch eine derjenigen, an denen der Hype bisher vorbei gegangen ist). Sie sitzt phantastisch und macht eine tolle Figur. Überzeugend ist auch die Neuplatzierung der Gesäßtaschen. Dein kleines Bäuchlein finde ich übrigens sehr sympathisch. Ich bin gespannt auf das Modell in Blau!

    Herzliche Grüße aus NY!

    1. Wie bei jedem Schnittmuster: Ich hatte einfach Glück, dass der Ginger-Schnitt bei mir auf Anhieb saß! Und auch, dass ich eine solche Hose vorher anprobieren konnte und daher wusste, dass sie mir passt. Ansonsten gibt es direkt in der Anleitung aber auch beim Sew-Along viele Tipps zum Anpassen, und hätte ich eine Probehose genäht. Über Bäuchlein haben wir uns unlängst unterhalten, nicht wahr? Gut verpackt, stört mich meines inzwischen gar nicht mehr so. 🙂 Liebe Grüße, Gabi

  7. Die Ginger ist toll geworden! Ich habe vor ein paar Jahren aus genau deinen Gründen meine erste genäht und dabei auch High Waist und gerades Bein kombiniert. Da freut man sich, dass man dem Modediktat ein Schnippchen schlagen kann.
    LG Malou

    1. Ganz genau! Dem Modediktat ein Schnippchen schlagen und für den eigenen Stil nähen ist toll. (Wenn frau sich denn mal auf einen eigenen Stil geeinigt hat.) Danke für Deinen Kommentar! Ich bin so froh jetzt zu wissen, dass mir dieser Schnitt steht und passt. Ich glaube, ich mag gar keinen anderen mehr ausprobieren. Liebe Grüße, Gabi

  8. Toll geworden ist Deine Ginger, aber ich kann nicht glauben, daß das Deine erste selbstgenähte Jeans ist- Du bist doch so eine erfahrene Näherin! ich habe schon einige Jeans genäht und finde die Schwierigkeiten eigentlich nicht höher als bei anderen Kleidungsstücken. Die Abstepperei mag ich mittlerweile ganz gerne, ich wechsele da zwischen einem Kantennähfuß und dem Patchworkfuß, da kriegt man das problemlos hin. Ich finde den Sitz Deiner Hose grandios, und wie schön, daß Du Deine Ansprüche an die Form direkt umsetzen konntest.
    Eines der Hauptprobleme bei den Jeans aus Stretchstoffen ist die Stoffwahl, denke ich- auch wenn Dir jetzt diese Version gut passt, fängst Du vielleicht bei der nächsten aus einem anderen Stoff wieder von vorne an mit der Anpasserei. Und über die Zeit verlieren die meisten Stretchstoffe, die Elasthan enthalten, ihre Rücksprungkraft und leiern aus- so jedenfalls meine bisherige Erfahrung mit den Jeansstretchstoffen, mit wenigen Ausnahmen. Aber andererseits macht das auch nichts, wenn die Hose etwas weiter wird, das macht sie nur bequemer.
    Zu Deinen Kosten: der Ausdruck eines A0-Plots ist bei vielen online Anbietern deutlich günstiger als von Dir angegeben, ich lasse bei preiswert-plotten ausdrucken, aber sicher gibt es auch in Österreich noch günstigere Anbieter.
    Ganz liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, ich habe zwar schon einige Hosen genäht und habe keine Angst vor Reißverschlüssen etc., aber Jeans hatte ich tatsächlich noch keine genäht. (Ein bisschen Respekt, ob meine nicht so tolle, alte Maschine die vielen Stoffschichten packt.) Eine Jeans ist nähtechnisch tatsächlich nicht „schwieriger“ als andere Hosen, nur durch die vielen zusätzlich abgesteppten Nähte ein bisschen aufwändiger. Ich denke, ich werde die nächste Jeans einfach wieder nach genau dem gleichen Schnitt nähen wie diese und dann schauen, wie viel ich von der Seitennaht wegnehmen muss. Das ist sicherlich der einfachste Weg für mich, ermöglicht durch die breiten Tascheneingriffe vorne. Ich freu mich über Deine Komplimente zu dem guten Stück und werde österreichische Online-Plotter erkunden. Liebe Grüße, Gabi

  9. Alle deine Wünsche an die Hose und die Widrigkeiten beim Nähen kann ich gut nachvollziehen. Ich gratuliere also! Für die Absteppungen nehme ich eine Zwillingsnadel. Allerdings ist es noch mehr Arbeit mit dem Umfädeln und auch störanfällig. Und wenn ich nur eine Rolle Garn habe, muss ich davon auch noch die Hälfte umspulen… Nähen bleibt lustig! Viele Grüße Regina

    1. Es gibt tatsächlich immer was Neues zu entdecken und zu lernen beim Nähen! Eine Doppelnadel verwende ich gerne zum Absteppen der Säume bei Jersey-Shirts. Aber für eine Jeans wären die Exemplare, die ich zu Hause habe, viel zu dünn. Gibt es denn auch Doppelnadeln in Stärke 100 oder 110, wie die starken einzelnen Jeansnadeln? Dann wäre das eine Überlegung wert. In der Zwischenzeit hat das mit dem exakten Abstand zwischen den Nähten (was mir wichtig ist) recht gut geklappt, besser als ich erwartet hatte. Liebe Grüße, Gabi

  10. Liebe Gabi, dein Beitrag umfasst so viele gute Überlegungen und Taten, dass ich gar nicht weiß wo ich da beginnen soll zu loben! Allein schon an der sehr guten Passform auf deinem Tragefoto (lässig, chic) erkennt man, dass du dir viele Gedanken gemacht hast, ohne dass es „konstruiert“ wirkt. Allein schon das Erkennen, was für die Figur vorteilhaft ist, verdient Beifall; die bauchhoch-mit-geradem-Bein-Hose ist so optimal und käuflich fast nicht zu finden. Hin und weg bin ich über den Clou der r-l-Bestickung auf den Potaschen :-D. Was für eine witzige Idee und was für ein Vorteil, wenn man so talentiert und geduldig die eigenen Garderobe nähen kann. Glückwunsch!
    LG eSTe

    1. Liebe eSTe, danke für Deinen lieben Kommentar, aber ganz viel davon (Passform lässig, chic; die Hosenkonstruktion) ist gar nicht auf meinem Mist gewachsen sondern hat der Schnitt schon von sich aus mitgebracht. Zum Glück!
      Ich war im Februar (weil ich wirklich, wirklich schon sehr dringend die löchrige alte durch eine neue Jeans ersetzen wollte) in einem großen Grazer Kaufhaus, mit einer sehr großen Jeans-Abteilung. Es war UNMÖGLICH, meinen Wunsch nach einer high-rise-straight-leg Jeans (42/42), in einem dunklen Blau OHNE künstliche Risse/Löcher zu erfüllen. Und da ich GAR keine Lust habe, 100,- Euro oder mehr für eine Hose auszugeben, die mir weder passt noch gefällt, ist die einzige Alternative: selber nähen. 😃 (Wenn ich aber auch so konkrete Vorstellungen habe immer…) Und die Aufschrift der Potaschen habe ich tatsächlich gut brauchen können, weil diese Taschen asymmetrisch sind! Fast hätte ich sie verkehrt herum aufgenäht… Diese Hose wird mir jetzt wieder mehrere Jahre lang Freude bereiten, da lohnt sich der Aufwand jedenfalls! Liebe Grüße, Gabi

      1. zu deinem lieben Kommentar möchte ich mich hier melden, weil ich nicht weiß, ob du nochmal „querliest“: Danke, die Idee mit der Tasche für den Interleave Block ist cool. Das werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Du weißt ja, gut Ding will Weile. Liebe Grüße

        1. Liebe eSTe, ich abonniere immer die Kommentare, wo möglich, um über Antworten informiert zu werden. Bin gespannt, wofür Du Dich entscheidest und wie Du dieses tolle Stück Patchwork im Endeffekt einsetzen wirst. Liebe Grüße, Gabi

  11. Ich finde das sehr erfrischend, wie du über „kleines Bäuchlein“ sprichst und das auch noch im Foto zeigst. Ich fürchte, dafür bin ich zu eitel … Auf jeden Fall ist die Hose besonders auch in der KOmbination mit Bluse und Jacke sehr schön anzusehen. Im Moment schaue ich ja besonders nach den Hosen, da ich gerade dabei bin, selbst welche zu nähen.
    Übrigens: Neben Sew- und KNit- Alongs gibt es auch WALs – Weave-Along.

    1. Ich habe mit dem „Bäuchlein“ Foto tatsächlich gehadert. Und der Göttergatte, der das Foto gemacht hat, meinte: „Es ist Deine Entscheidung, es ist Dein Bauch.“ Also habe ich mich dafür entschieden, meinen Bauch zu mögen, und ihm den Raum zu geben, den er braucht. (Er wird bleiben, ich werde ihn mit einiger Sicherheit weder weghungern wollen noch wegtrainieren können.) Mit meiner Silhouette kann ich trotzdem spielen, und ich genieße es wirklich sehr, wenn ein Kleidungsstück so gut gelingt, dass es alle meine Wünsche erfüllt.
      Danke auch für den Hinweis auf weave-alongs! Liebe Grüße, Gabi

  12. Die ist echt super geworden, liebe Gabi!
    Und Du hast das gut hinbekommen mit der MIschung der beiden Varianten.- so sind mir Hosen mitlerweile auch am liebsten. Meine Ginger besteht nur aus einem ausgeschnittenen Schnittmuster- ich nähe keine Jeans mehr. Ich habe endlich ein Kauf-Hosenmodell gefunden, mit dem ich so zufrieden bin.
    Das Inch-Füßchen ist wirklich gut fürs Absteppen – aber falls Du an die Wahl einer neuen Nähmaschine denkst (kommt Zeit kommt Nähmaschine), schau, dass ein Kantennähfuß dabei ist und die Nadel dann entsprechend verstellt werden kann. Dann wird der Stoff an der Kante entlang geführt und man muss nicht mal aufpassen, ob man selbst richtig an der Stoffkante entlang führt. – Ach, und das Jeansnähen ist eindeutig die Variante, bei der zwei Nähmaschinen notwendig sind 😉
    Liebe Grüße
    Ines

    1. Du Glückliche! Ein Kauf-Hosenmodell, mit dem Du zufrieden bist! Ich war vor einigen Wochen bei meinem letzten Versuch, eine Jeans zu finden, die mir passt UND gefällt UND die richtige Farbe hat UND keine Löcher hat wieder so frustriert (ich HASSE Shoppen), dass ich lieber Stoff kaufe und selber nähe. Vor allem wenn ich ein gut passendes Schnittmuster habe. Danke für den Tipp: Die variable Nadelstellung ist jedenfalls ein Muss-Kriterium für meine nächste Nähmaschine! Ein Kantennähfüßchen hätte ich sogar schon jetzt, aber ohne variable Nadelstellung bringt das ja nix. Liebe Grüße, Gabi

    1. Liebe Mirella, was hält Dich zurück? Wovor fürchtest Du Dich genau? Du bist doch so eine erfahrene Näherin! Und auch, wenn mein Spruch schon abgedroschen ist: Es ist nur Stoff! In der Anleitung wird empfohlen, die ganze Hose nach dem Zuschneiden erst einmal zu heften und anzuprobieren, und es gibt Anpassungstipps im sew along. Zur Not könntest du sogar zuerst eine Probehose aus einem eher ungelieben Stoff nähen, rein zur Übung. Das schöne an Herausforderungen ist ja, dass man daran wachsen kann und vielleicht sogar etwas Neues lernen. Von daher würde ich sagen: Trau Dich! (Falls Du gerne Jeans trägst.) Liebe Grüße, Gabi

    1. Vielen lieben Dank! Und ich mag Deine „Bretonenshirts“ wirklich sehr. Das sind für mich Sommer-Basicteile, vor allem am Meer und am Boot. Liebe Grüße, Gabi

  13. Nichts macht die Hobbynäherin mehr stolz, als eine Jeans die den eigenen Vorstellungen genau entspricht! Ich hab auch schon eine zugeschnitten liegen, aber es müssen erst noch 2 Coronakilos weg, bevor ich damit loslege… Von einem inch Füßchen hatte ich noch nie was gehört, interessant – ist das für Quilter?

    1. Ja, das inch-Füßchen kommt sicher aus der Welt der Quilterinnen, oder vielleicht sogar allgemeiner aus der Welt der amerikanischen Näherinnen und Schnittmuster. Bei Quiltmustern ist eine Nahtzugabe von einem Viertel-Inch üblich, und in der Anleitung zur Ginger Jeans steht unter dem Punkt „topstitching tips“ explizit, man soll die erste Naht 1/8 inch vom Rand entfernt nähen, und die zweite 1/4 inch von der ersten entfernt. Mein inch-Füßchen ist einmal in einem Konvolut zu mir gekommen. Erst bei diesem Hosenprojekt habe ich sein Potenzial wirklich erkannt! Liebe Grüße, Gabi

  14. Schön, steht dir ausgezeichnet! Da kannst du ja jetzt anfangen, Jeans rauf und runter zu nähen. Den Tipp mit dem inch-Füßchen zum Absteppen muss ich mir merken. Wenn man die Nadeln nach links und rechts verstellen kann, klappt das zwar auch mit dem normalen Nähfüßchen ganz gut, aber so ist es noch schneller und sicherer.
    Gesäßtaschen positionieren ist bei mir immer super-zeitintensiv. Erst mal die richtige Höhe finden, dann links und rechts gleich hinstecken und dann noch in die fast fertige Hose nähen, ist echte Friemelarbeit. Kürzlich habe ich in einem Film gesehen, wie das in der Fertigung gemacht wird: Schablone auflegen, Maschine näht automatisch einmal rundherum, fertig. Mir kamen beinahe die Tränen.
    Liebe Grüße Christiane

    1. Liebe Christiane, der Tipp mit dem inch-Füßchen kommt sogar direkt aus der Näh-Anleitung! Bei den Gesäßtaschen hat mir der Mann geholfen, sowohl beim Fotografieren als auch dann beim endgültigen Positionieren. Sie erst in die fast fertige Hose reinnähen zu müssen ist ein bisschen mühsam, da hast Du Recht. Ich glaube, ich übertrage mir die jetzige Position einfach gleich in mein Schnittmuster, dann erspare ich mir die Anpassung bei der nächsten Hose.
      „Rauf und runter nähen“ werde ich sie trotzdem nicht. Ich komme mit eher wenig Hosen aus, aber mehr als eine gerade passende Hose darf es dann doch sein. 🙂 Liebe Grüße, Gabi

  15. Eine tolle Hose, unbedingt nochmal in blau in nähen. Die Gesäßtaschen nähe ich auch gern am Ende drauf, damit das Ende nicht in der Falte zwischen Bein und Po landet, und sie auch nicht zu weit außen sitzen. Mir fehlt das Auge, um das am liegenden Schnittteil einschätzen zu können. LG Ina

    1. Ich kann das auch nicht am liegenden Schnitt einschätzen. (Kann das überhaupt jemand?) Am lebenden Körper ist es doch immer noch am besten. Danke für Dein Kompliment, eine jeansblaue Hose kommt bestimmt noch! Liebe Grüße, Gabi

  16. Klasse! Ich hatte keinen Zweifel, dass Du die nähtechnischen Herausforderungen des Schnittes meistern würdest. Vorbildlich die Steppstiche und die Taschenverarbeitung! Schaut klasse aus und sitzt tadellos. Viel Freude an der schönen Hose. LG Kuestensocke

    1. Liebe Maria, ich war ganz schön froh, dass ich L und R draufgeschrieben hatte, weil ich die Gesäßtaschen (sie sind asymmetrisch!) tatsächlich beinahe falschrum aufgenäht hätte… Liebe Grüße, Gabi

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