Geschenkidee: Tassenteppich mit Kaffeebecher

Es naht der Herbst mit großen Schritten, und schön langsam wird es wieder Zeit für Kerzen, Stövchen und Tee an den länger werdenden Herbstabenden. Oder auch untertags im Homeoffice. Ein individualisierter Tassenteppich und Kaffeebecher ergeben nämlich ein feines Office-Set für liebe Bekannte!

Die Idee

Seit nunmehr zwei Jahren bin ich im Programm Home Sweet Office von Claudia Kauscheder. Das ist ein Zeit- und Selbstmanagement-Kurs, in dem es vordergründig darum geht, wie man sich als Solopreneurin im Homeoffice effizient organisiert. Aber neben dem Online-Kurs haben wir Teilnehmerinnen – verteilt zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz lebend – auch regelmäßige Online-Treffen zum Austausch in der betreuten Gruppe und virtuelles Coworking fürs produktive Arbeiten. Und in einer kleinen, eingeschworenen Facebook-Community tauschen wir uns aus, sprechen uns Mut zu und feiern unsere Erfolge. Hintergründig geht es also auch ganz viel um Mindset und gegenseitige Unterstützung. In den letzten zwei Jahren sind mir Claudia und die anderen Gruppenmitgliederinnen sehr ans Herz gewachsen.

Als ich letztens wieder einmal bei Tina aka Ernas Enkelin Plotterfolien einkaufen war (Redaktionstipp: Unterstütze Deine lokale Wirtschaft!), sah ich, dass Tina jetzt auch Tassen bedruckt. Und Claudia hatte gerade die „Home Sweet Office Family“ als weiterführenden Mitgliederbereich gegründet. Tasse + Family + dass es viele Tassen mit „Mama“-Aufdruck gibt: Das fügte sich wie von selbst zu einer Geschenkidee zusammen. Designpiranha Susanne Speer (ebenfalls Teil der „Home Sweet Office Family“) hat Claudias Logo mit Handlettering ergänzt zu: „MAMA der Home Sweet Office Family“ . Wir haben die Tasse bei Tina in Auftrag gegeben, und ich habe noch einen Tassenteppich dazu gestichelt.

Der Tassenteppich

Das Motiv wird mit einem wasserlöslichen Stift auf die oberste Stoffschicht übertragen.

Ein Tassenteppich – auch Mug Rug genannt – ist ein Stück gepolsterter Stoff, wie ein Mini-Quilt, den Du als Tropfenfänger unter eine Tasse stellst, damit der Tisch keine Flecken bzw. Ränder abbekommt. (Mug Rugs habe ich früher schon diese hier mit Herbstmotiven und diese hier mit Mini-Patchwork und auch den fuchsigen in diesem Beitrag genäht.) Meist sind die Mug Rugs aus dunkleren Stoffen, damit man die dunklen Kaffee- und Teeflecken nicht so arg sieht. Ging hier leider nicht, weil Claudias Logo weiß ist. Aber die gute Idee zählt, nicht wahr?

Stück für Stück wird der Oberstoff aufgeschnitten, die Kante eingeschlagen und mit kleinen Stichen festgenäht.

So ein Logo wie Claudias, mit relativ wenigen, dafür klaren Linien, eignet sich gut für die Umsetzung in der Mola-Technik. Mola ist eine Form der Negativapplikation, bei der man die obere Stoffschicht einschneidet, die Schnittkanten nach innen schlägt und sie mit kleinen Saumstichen festnäht. Den Faden wählt man in der Farbe des Oberstoffes, damit die Stiche möglichst unsichtbar werden. (Bei diesem Nadelbrief habe ich die Technik erstmals ausprobiert und näher beschrieben.)

Die keinen weißen Teile im linken Bürostuhl habe ich extra appliziert, also mit Klebevlies festgebügelt.
Hier sieht man auch die ersten Quiltlinien angedeutet.

Mola funktioniert am besten, wenn die Stoffe im Stoff-Sandwich relativ dünn sind. Der cremefarbene Stoff, den ich als oberste Schicht gewählt habe, ist jedoch relativ grob gewebt, daher wurden manche Ecken leider nicht so fein wie ich das gerne gehabt hätte, und das Ganze gestaltete sich stellenweise etwas fummelig.

Gequiltet habe ich entlang der Linie und spiralförmig rund ums Motiv. (Foto: Claudia Kauscheder)

Die kleinen weißen Teile im linken Bürostuhl sowie die roten Rollfüße habe ich noch extra ausgeschnippelt und mit Vliesofix festgebügelt. Das sollte für gewöhnlich eine normale 40 Grad Wäsche in der Waschmaschine aushalten. Den roten Stoff (von dem ich dachte, es sei ein hochwertiger Patchworkstoff!) hätte ich allerdings lieber voher einmal waschen sollen: Beim letzten (!) Bügeln, schön mit Dampf, hat der Stoff allein durchs Bügeln schon auf den weißen Stoff abgefärbt. Aaaaargh! Sollte der rote Stoff beim ersten Waschen arg bluten, bekommt Claudia einen neuen Mug Rug von mir.

Merke: Vertraue niemals dem Stoff. Lieber immer vor der Verarbeitung einmal waschen.

Claudia freut sich! (Foto: Claudia Kauscheder, Selfie)

Jedenfalls: Unsere Überraschung ist geglückt und Claudia hat sich sehr gefreut.

Und – wie meistens bei Tauschereien oder Geschenken – ist die Freude der Beschenkten wiederum die größte Freude für mich.

Fazit: So ein Tassenteppich mit Firmenlogo gemeinsam mit einer individuell gestalteten Tasse ist einfach ein nettes Geschenk fürs Büro, egal ob zu Hause oder extern.

Wem schenkst Du demnächst eine Bürokombi für die kommenden Herbsttage?

Das ist drin

  • Schnitt/ Anleitung: eigener Schnitt und keine Anleitung; Logo von „Home Sweet Office“ © Claudia Kauscheder
  • Material: Stoffreste aus dem Vorrat; ein kleines Stück Vlieseline H630 als Füllung
  • Kosten: verschwindend
  • Werkzeug: Nadel, Faden; Nähmaschine zum Quilten.
  • Arbeitszeit: ca. 5,5 Stunden

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13 Kommentare

    • Dankeschön! Auch für Lehrerkonferenzzimmer könnten sich Tassenteppiche als nützlich erweisen, oder? Liebe Grüße, Gabi

    • Es ist schon ein bisschen Gefriemel, und es wäre definitiv einfacher gegangen, wenn ich einen dünneren Oberstoff verwendet hätte. Der aber wiederum durchscheinender gewesen wäre. Egal. Es ist wie es ist. An Plotten habe ich auch gedacht, hätte aber Bedenken, dass sich die Folie bei doch manchmal heißen draufgestellten Tassen verzieht oder schmilzt. Das wäre aber direkt mal auszuprobieren. Dann könnte man auch leichter und schneller für z.B. eine Firma Tassenteppiche produzieren. Oder STICKEN mit der Maschine! Es eröffnen sich Möglichkeiten… 🙂 Liebe Grüße, Gabi

  1. Hallo Gabi, vielleicht kann Claudia den Mug Rug die ersten Male mit Probunt waschen (siehe hier: https://www.amazon.de/Spinnrad-2252107-Probunt-fl%C3%BCssig-1L/dp/B0041LWJPS). Das fängt die überschüssige Farbe ein.
    Ich hatte auch von Farb-Fangtüchern aus der Drogerie gehört, aber jetzt im Netz nachgelesen, dass die nicht funktionieren sollen.
    Wenn sie niemanden kennt, der es besitzt, kann ich ggf. auch was abfüllen und ihr schicken. (Ich verdanke ihr mittlerweile auch viel, auch wenn ich nicht Teil der HSO-Family bin.)
    Das ist sicher leichter, als noch mal so ein Kunsstück anzufertigen.

    • Hallo Martina, das ist ein sooo nettes Angebot! Da ich bisher noch nie solche Mittel oder Farbfangtücher verwendet habe, hatte ich gar nicht daran gedacht, aber es ist eine großartige Idee. Darüber freu mich mich sehr, und Claudia wird sich sicher auch freuen. Liebe Grüße, Gabi

  2. Ein echtes Haben-Will – und etwas, was definitiv besser aus Web-als aus Strickstoff funktioniert. Ich fand die Idee genial – und das freudige Gesicht von Claudia spricht Bände. Du bist ein echter Schatz !

    • :-* Mir ist es immer selber die größte Freude, wenn andere sich freuen! Und bei Claudia hat die Überraschung hingehauen, das freut mich umso mehr! Liebe Grüße, Gabi

  3. Servus Gabi!
    Ein Tassenteppich, wie cool ist das denn?!?!?! So etwas würde grenzgenial gut für mein Teehäferl auf dem Basteltisch ausschauen! Ich bin grad so richtig euphorisch und deshalb freut es mich doppelt, dass du dieses tolle Ding beim DvD zeigst! Dankeschön und liebe Grüße!
    ELFi

    • Na schau Elfi, das freut mich aber jetzt sehr, dass Du den Tassenteppich so genial findest! Und ich dachte, das kennt eh schon jede in meinem Bloggerinnen-Umfeld, aber anscheinend nicht. Schön, da hat sich dieser Beitrag gleich doppelt gelohnt. Liebe Grüße, Gabi

    • Bei mir liegt auch eins auf dem Schreibtisch, das ich mal bei einem Tausch bekommen habe. Und eins am Nähtisch. Und am Esstisch haben wir kleinere „Coasters“ für ebendenselben Zweck. Tassenteppiche kann frau nicht genug haben, finde ich! Liebe Grüße, Gabi

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